Eine Auszeichnung erhielt die Bewegung Eleven Emlékmű (Lebendiges Denkmal), deren Mitglieder und Unterstützer die Zivilcourage aktiv leben, indem sie seit Jahren mit ihren unaufhörlichen Wahrheitsverkündungen öffentlich der staatlichen Geschichtsfälschung widersprechen und dadurch die Ehre der ungarischen Nation retten. Die zweite Auszeichnung durfte Dr. Ferenc Donáth, Oberarzt der Kardiologie, übernehmen. Als Vertreter des zivilen Humanismus unterstützt er mit seinen Helfern seit Jahren vor den Gräueltaten des Krieges Flüchtende und trägt dadurch zur Ehrenrettung der ungarischen Nation bei.

Der Kreis Ars Humanica Hungarica

Der Kreis Ars Humanica Hungarica wurde 2011 von Wissenschaftlern, Künstlern und Förderern der Kunst, sowie von kirchlichen Würdenträgern gegründet und begründete seinerseits den Ungarischen Zivilen Ehrenorden, um so Taten, die noble menschliche Grundwerte aufweisen, anzuerkennen.

Mission statement

Die Mitglieder des Kreises Ars Humanica Hungarica haben in ihrer Eigenschaft als Zusammenschluss verantwortlich denkender, freier und unabhängiger Bürger bei der Begründung des Kreises drei wichtige Ordnungsprinzipien zu Grunde gelegt:

Volle und tatsächliche zivile Unabhängigkeit. Um unsere zivile Würde zu bewahren, haben wir uns nicht durch behördliche Eintragung in das öffentlich rechtliche System eingegliedert, was für uns vollkommene Freiheit der Funktion und der Entscheidungen von staatlichen und amtlichen Organisationen bedeutet. Der Kreis ist also offen und unabhängig, wie auch seine Mitglieder, die nur einander Verantwortung und Rechenschaft schulden. Diese Tatsache verleiht uns bedeutende geistige Kräfte und Werte.

Materielle und politische Unabhängigkeit. Im Handeln des Kreises sollen weder Geld noch Politik eine Rolle spielen. So können Parteilichkeit, Strebertum, Neid und finanzielle Abhängigkeiten wohl ausgeschlossen sein.

Bekenntnis zu humanen Werten. Die Mitglieder des Kreises erachten es als wichtig, dass sowohl die ausgezeichneten Taten, als auch die auszeichnenden Personen gemäß der menschlichen Wertordnung vollkommen ehrenhaft sein müssen. Mit der Auszeichnung werden also Tugenden geehrt, die auch jene besitzen, die die Auszeichnung verleihen.

Unter diesen Prämissen ist der Kreis Ars Humanica Hungarica entstanden; seine Mitglieder halten die humanistischen Werte, wie Rechtschaffenheit, Ehre, Toleranz, Brüderlichkeit, Barmherzigkeit, Freundschaft, Hilfsbereitschaft usw. für die wichtigsten Faktoren des menschlichen Zusammenlebens, und sie haben sich die gesellschaftliche Anerkennung der Taten, die von noblen menschlichen Grundwerten zeugen, zum Ziel gesetzt, indem sie den Ungarischen Zivilen Ehrenorden gegründet haben.

Der Ungarische Zivile Ehrenorden ist eine Auszeichnung ohne materielle Zuwendung, sein Wert beruht ausschließlich auf dem von den Juroren repräsentierten geistig-moralischen Kapital. Die Auszeichnung stellt die öffentliche Anerkennung der beispielhaften Handlungen dar, die die ausgezeichnete Person für Menschen gesetzt und im Zuge dessen hervorragende menschliche Werte bezeugt hat, die überall auf der Welt Anerkennung und Respekt verdienen, und zwar ohne politische und religiös motivierte Unterscheidung.

Der Ungarische Zivile Ehrenorden wird von uns jährlich einmal, am 10. Februar den Ausgezeichneten übergeben, dem Geburtstag Graf Lajos Batthyánys, des Ministerpräsidenten der ersten unabhängigen ungarischen Regierung, der als einer der Märtyrer von Arad 1849 hingerichtet wurde. Sein Geburtstag hat Symbolcharakter, die Mitglieder des Kreises sehen diesen Tag als Sinnbild der zivilen Unabhängigkeit und der individuellen Selbstaufopferung an. 

Der Kreis Ars Humanica Hungarica möchte mit der an sich wertvollen Auszeichnung dem universellen und ewigen humanen Wert des Tuns der ausgezeichneten Personen ein Beispiel voranstellen, dem alle folgen sollten. Wir haben auch deshalb die Devise des Habsburgerkaisers Josefs des Zweiten als Motto gewählt: Virtute et Exemplo (Mit Tugend und Beispiel).